Woche 1 – Hinreise, Windhoek, Eenhana

Hallo ihr Lieben,

Jetzt bin ich seit einer guten Woche in Namibia und es ist wirklich schon viel passiert. Deshalb fang ich am besten am Freitag (31.08.2018), am Tag meiner Abreise an.

Meine Familie hat mich früh morgens nach Frankfurt gefahren, wo ich mich mit Sophia, einer Mitfreiwilligen aus Windhoek, getroffen habe. Der Rest der FSJler ist schon seit Anfang August in Namibia.

Wir sind übrigens insgesamt 18 Freiwillige, die ich im Februar auf dem ersten Vorbereitungsseminar kennengelernt habe, alle wirklich wunderbare Menschen, mit denen ich mich super verstehe.

Clausthal-Zellerfeld
Die Namibia-Crew mit unserer Ansprechpartnerin Ulla, die hier in Namibia wohnt und extra für das 2. Vorbereitungsseminar nach Deutschland geflogen ist

Bei der Kofferaufgabe gab es ein Hin und Her, aber nach Umpacken und ein bisschen Schummeln haben wir es doch noch geschafft unser ganzes Gepäck, ohne zusätzlich Geld zu bezahlen, aufzugeben. Nach einem doch harten Abschied und der Sicherheitskontrolle konnten wir direkt in den Flieger einsteigen, welcher pünktlich um 11 Uhr startete.

Unser Flug:

Wir sind von Frankfurt nach Doha (11:00 – 17:00 Uhr), und dann von dort weiter nach Windhoek (01:00 – 10:40) geflogen. Wie man sehen kann, hatten wir in Doha einen ganz schön langen Aufenthalt, nämlich 8h, die allerdings schneller vorbei gegangen sind, als ich gedacht hätte. Nach Flughafen anschauen (der Flughafen in Doha ist wirklich riesig, es gibt sogar einen Pool, den wir auf dem Rückflug vielleicht mal austesten werden), essen, einer ewig langen Massage und ein bisschen ausruhen, haben wir uns dann endlich weiter auf den Weg gemacht.

Als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind, konnten wir gar nicht realisieren, dass wir angekommen sind, und ich glaube das habe ich bis jetzt noch nicht so ganz.

Sophia und ich Namibia
Sophia und ich direkt nach der Landung in Windhoek

Nachdem wir 1h (!) bei der Passkontrolle anstehen mussten, wurden wir am Flughafen abgeholt und sind zu Franzi und Moritz gefahren (Freiwillige aus Windhoek, bei denen ich die nächsten 2 Tage geschlafen habe).

auto full
3 andere Freiwillige haben uns abgeholt und zum Glück haben wir alle mit unserem Gepäck in das Auto reingepasst

Der Flughafen ist wie meistens etwas außerhalb von der Stadt – aber so außerhalb hab ich auch noch nicht gesehen. Wir sind ca. 30 Minuten durch „nichts“ gefahren. Nur eine einspurige gerade Straße, Natur und das wars. Angekommen bei der Wohnung, haben wir fast alle anderen Freiwilligen wieder gesehen, die für das Wochenende nach Windhoek gekommen sind, weil wir zusammen in einen Geburtstag reingefeiert haben, was total schön war. Den restlichen Tag haben wir bei mehreren Hockeyspielen von Ullas Sohn zugeschaut, haben SIM–Karten gekauft und sind in „Joey’s Beerhouse“ essen gegangen, wo es ganz verschiedene Fleischsorten und zum Glück auch etwas Vegetarisches zu essen gab – hier in Namibia wird sehr viel Fleisch gegessen. Der Rest der Truppe ist nach dem letzten Hockeyspiel um 23:30 Uhr noch feiern gegangen, Sophia und ich haben uns ausgeklinkt und sind schlafen gegangen, denn ich zumindest war völlig fertig von der Reise und den ganzen Eindrücken.

Am Sonntag waren wir in Katatura, einer Vorstadt von Windhoek, auf einem Kapana-Markt. Dort kann man ganz viel Fleisch essen, das frisch gegrillt wird. Das Besondere daran ist, dass direkt dahinter die toten Tiere zerhackt und kleine Stücke geschnitten werden. Wenn man dann in den Markt reinläuft, sind überall kleine Stände, an denen Fatcakes (schmeckt ein bisschen wie Quarkinis ohne Zucker und wird zu Kapana gegessen), frischer Tomatensalat und Getränke verkauft werden. Total faszinierend. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei, um Fotos zu machen aber wenn ich das nächste Mal in Windhoek bin, hole ich das nach!

Nachdem ich am nächsten Tag in der Früh zum ministry of home affairs gehen musste, um mein Visum zu beantragen, war es für Colin und mich an der Zeit, uns auf den Weg Richtung Eenhana in den Norden zu begeben. Eenhana ist ungefähr 8 Autostunden von Windhoek entfernt. Wir sind mit einem sogenannten Shuttle gefahren, einem großen Auto, wo ungefähr 15 Personen Platz haben. Man steigt einfach ein, wartet (auch mal länger als eine Stunde) bis das Auto voll ist und dann geht es los. Die Musik wird auf volle Lautstärke gedreht, ein Fenster geöffnet (Klimaanlage gibt es da drinnen nicht und glaubt mir es wird SEHR warm), man sitzt ganz eng nebeneinander, fährt durch wunderschöne Landschaften, mal an Nationalparks vorbei, und ganz selten durch kleine Dörfer, an denen man dann eine kurze Pause einlegt.

Doch über 8h in so einem Shuttle sind doch ganz schön anstrengend, deshalb war ich richtig froh, als wir abends, als es schon lange dunkel war, endlich in Eenhana und in unserer Wohnung angekommen sind.

gepäck
mein Gepäck

Am Dienstag habe ich hautsächlich mein Zimmer ausgeräumt, geputzt und eingeräumt, wir sind einkaufen gegangen, und Colin hat mir ein bisschen die „Stadt“ gezeigt, bevor es am Mittwoch mit der Schule losging. Als wir auf den Schulhof (der wie alles hier aus Sand besteht) gekommen sind, kamen ganz viele Kinder auf uns zu gerannt, haben uns umarmt und uns an den Händen genommen.

Wir haben jeden Tag vormittags Schule, in der wir alle Klassen ein- oder zweimal im Sport unterrichten. Dazu schreibe ich aber wann anders mal was ☺.

Am Nachmittag hatten wir ein Lehrermeeting, bei dem der Schulleiter mich vor allen Lehrer*innen willkommen geheißen hat. Anschließend haben wir uns mit Frederic, dem Verantwortlichen von Galz and Goals, einem Mädchenfußballprojekt getroffen und grundsätzliche Informationen über die Liga, die Mannschaften und das Turnier, welches am Samstag stattgefunden hat, erhalten.

Am Freitagmorgen war eine Schülerversammlung, bei der der Schulleiter mich überraschender Weise nach vorne gerufen hat, um mich offiziell vor allen Schüler*innen vorgzustellen. Auf einmal haben alle angefangen für mich zu singen, was mich total berührt hat.

Nach meinem ersten Fußballtraining als Coach am Freitag mit einigen Mädels von der primary school, an der wir arbeiten, konnte das Turnier am Samstag starten. Eigentlich. Der Plan, beziehungsweise der offizielle Start, war um 8 Uhr, damit die Mädels vor der Mittagshitze fertig sind. Doch bei „Turnierbeginn“ waren gerade mal 5 der Mädels da. Von anderen Mannschaften fehlte jede Spur. Schlussendlich haben wir erst nach 10 Uhr angefangen – ich sag nur African Time – und mussten das Ganze irgendwann am Nachmittag unterbrechen, da es kein Wasser für die ganzen Spielerinnen zu trinken gab. Alles etwas chaotisch und ganz anders, als man es aus Deutschland so kennt. Aber da werde ich mich wohl dran gewöhnen müssen.

Wir ihr sehen könnt hab ich echt schon eine Menge erlebt und es fühlt sich an, als wäre ich schon ewig hier, und nicht erst seit einer Woche.

Heute (09.09.2018) ist ein eher ruhigerer Tag, Monte Carlo Tag. Nachdem ich das erste Mal meine Wäsche (von Hand natürlich) gewaschen habe, sind Colin und ich ins Guest House von Eenhana gelaufen. Das heißt Monte Carlo. Hier gibt es WLAN, und ich habe endlich Zeit den Blogeintrag fertig zu schreiben und hochzuladen.

montecarlo
der Pool vom Monte Carlo Guest House

So, das wars erst mal von mir.

Bis bald♥

Maike

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