Woche 10 – Zwischenseminar in Windhoek, von Event zu Event, Geparden streicheln

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche fand das erste Zwischenseminar von unserer Organisation (ASC Göttingen) in Windhoek statt. Dafür, und um sich unsere Projekte anzuschauen, sind Julia und Daniel, unsere Chefs aus Deutschland, und Jörg, der Vorsitzende des ASC Göttingen, extra nach Namibia geflogen. Untergebracht waren wir in einem sehr schönen Guesthouse, mit einem großen Essens- und Tagungsraum, Pool und einigen 3er-Zimmern.

Der erste Abend startete mit einem gemeinsamen Burger Essen und endete gemütlich am Lagerfeuer.

Am zweiten Abend hatte eine Mitfreiwillige Kanupolotraining im Olympiastadion in Windhoek. Jeder von uns hatte die Chance mitzuspielen. Leider habe ich sie nicht genutzt, weil es mir viel zu kalt war. Ich habe schon vom Zuschauen Gänsehaut bekommen. Wie gesagt, in Windhoek ist es wirklich kälter als in Eenhana.

Während dem Seminar hat jeder von seinen Projekten erzählt, wie der Alltag aussieht, was es für Challenges/Schwierigkeiten gibt und was man sich für Ziele für das Jahr gesetzt hat.

Des Weiteren haben wir über die SDG`s (Sustainable Development Goals = politische Zielsetzungen, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene dienen sollen) gesprochen (gerne mal nachschauen!). Zum Beispiel über Ziel 15 „Life on land“ (Leben an Land). Wir haben darüber diskutiert, wie wir das Ganze hier wahrnehmen, und einige Punkte mit Deutschland verglichen. Was oft dabei aufkam, war die Müllproblematik. Es liegt echt viel Müll herum, seien es Plastiktüten, leere Flaschen und Dosen, Verpackungsmüll, Papier oder Kartonagen. Diesbezüglich haben wir uns überlegt, wie wir persönlich (hier) damit umgehen und was wir dagegen tun können. Ganz einfach: Man kann seine eigenen Tüten mitnehmen, wenn man einkaufen geht, damit nicht alles eingepackt wird und man nach einem Großeinkauf nicht mit durchschnittlich 10 (!!!) Plastiktüten nach Hause kommt. Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, was für Projekte wir ins Leben rufen können, um zum Beispiel den Müll an der Schule oder in der Stadt beseitigen/reduzieren zu können.

Außerdem haben wir noch ein paar organisatorische Dinge und allgemeine Fragen geklärt.

Am Mittwochnachmittag waren wir zu dem Abschlussevent des Projektes „FreeThrow – Basketball against HIV and Aids“ der Basketball Artist School eingeladen. Die Basketball Artist School liegt in Katatura, einem Stadtteil von Windhoek (dort ist auch der Kapana-Markt), dem ehemaligen Township der Hauptstadt. Hier bekommen benachteiligte Kinder, die täglich mit Gewalt, Drogen, HIV, Armut usw. konfrontiert sind, durch Bildung und Basketball die Chance auf bessere Lebensperspektiven.

Nachdem ein paar Reden gehalten wurden, haben einige Kinder und Jugendliche etwas vorgeführt. Wirklich beeindruckend, wie talentiert die Kids dort sind! Zum Abschluss wurde gebraait.

Zwischen den Reden hat ein Chor gesungen.

Am Donnerstagabend stand das nächste Event am Goethe-Institut an. Hierfür haben wir vormittags Präsentationen über unsere Projekte vorbereitet, die wir dann am Abend vorgestellt haben.

Nach wenigen Reden, Liedern von einem Chor, unseren Präsentationen und anschließendem Fingerfood mit Getränken sind wir noch feiern gegangen.

Wir Freiwilligen mit Jörg Schnitzerling, Vorstand des ASC (links) und Ulla (rechts)
Auch hier hier hat ein Chor wunderschön gesungen.

Das Seminar war beendet, wir mussten unsere Sachen zusammenpacken und das Guesthouse verlassen. Doch statt wieder zurück in den Norden zu fahren, hatten 6 von uns die Möglichkeit, zu einer Farm/Logde ca. 2h außerhalb von Windhoek zu fahren. Ein Freund von einer Mitfreiwilligen macht dort nämlich gerade ein Praktikum. Wir konnten Geparden streicheln, die in der Vergangenheit mit einem Menschen Kontakt hatten, sich somit an ihn gewöhnt und keine Angst mehr vor ihm haben. Sie sind zahm und können deshalb nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen werden, da sie sich sonst den Menschen immer wieder nähern würden. Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis. Wunderschöne Tiere, die es offensichtlich genossen haben, gestreichelt zu werden und die ganze Zeit sehr tief geschnurrt haben.

Wir hatten einen dreistündigen Game Drive (Wild-Fahrt/Safari) mit einem Geländewagen, bei dem wir ein Nashorn, Elefanten, Giraffen, Zebras und verschiedene Antilopenarten sehen konnten.

Hier wird das Fressen für die Tiere gelagert.
Der Papagei hat uns beim Frühstück Gesellschaft geleistet.
Abendessen
Frühstück

Am Sonntag, also heute vor genau einer Woche, haben wir uns wieder auf den Weg in den Norden nach Eenhana gemacht, wo wir abends nach einer langen Fahrt endlich angekommen sind.

Bis bald♥

Maike

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