Woche 12 – Spielplatzplanung, Shuttle-Panne, Windhoek: Freundschaftsspiel Namibia-Ghana, Gazza

Hallo ihr Lieben,

wie im letzten Blogbeitrag erwähnt, sind wir fleißig dabei, den Spielplatz zu planen. Netterweise hat uns unser Schulleiter an 2 Tagen sein Auto geliehen, mit dem wir an verschiedenen Stellen Autoreifen eingesammelt haben. Insgesamt haben wir um die 70 große und kleine Reifen bekommen. Das war ein ganz schöner Act: Reifen einladen, zur Schule fahren, ausladen, weiterfahren, einladen, zur Schule fahren, ausladen…

Da wir am Freitag aufgrund der Examina keine Schule hatten, haben wir beschlossen, zusammen mit Romy (Freiwillige aus Walvis Bay), die uns diese Woche besucht hat, an die Küste nach Walvis Bay zu fahren. Das war unser Plan, der, wie ihr gleich erfahren werdet, ganz und gar nicht aufgegangen ist.

Da dachten wir noch, dass wir an die Küste fahren…

Wir haben uns am Donnerstag direkt nach der Schule auf den Weg gemacht. Von Eenhana wäre theoretisch/normalerweise ein Shuttle auf direktem Wege an die Küste gefahren. Wir sind über Ondangwa (ca. 50 Min. mit dem Auto von Eenhana entfernt) gefahren, wo wir noch getankt haben. Ca. 10 Minuten außerhalb von Ondangwa ist der Shuttlefahrer an die Seite gefahren, hat den Motor ausgemacht und dann vergebens versucht, den Kleinbus wieder zu starten. Da die Fahrer das Problem nicht alleine lösen konnten, kamen nach einer gefühlten Ewigkeit zwei Männer mit ihrem Auto und Werkzeug und haben versucht, das Auto wieder zum Laufen zu bringen. Irgendwann war dann klar, dass es sich um ein größeres Problem handelt, weshalb wir auf einen anderen Shuttle, der erst mal von Eenhana nach Ondangwa gefahren ist, warten mussten.

Unsere Beschäftigung während dem Warten

Als nach 2 Stunden unsere zweite Fahrmöglichkeit endlich angekommen ist, haben wir das ganze Gepäck umgeladen. Eigentlich dachte ich, wir wären nun endlich startklar, aber ich hatte mich zu früh gefreut. Wir mussten den kaputten Kleinbus erst abschleppen. Wir sind also zurück in die Stadt gefahren und haben ihn auf einem Hof abgestellt.

Shuttle 1 wird abgeschleppt
Auf dem Weg nach Windhoek

Nach über 3 Stunden sind wir endlich weitergefahren.

Das Problem war nun, dass der neue Shuttle nicht an die Küste gefahren ist und wir somit in der Nähe von Windhoek in ein 3. Shuttle hätten umsteigen müssen. Das wäre zum einen ein sehr großer Umweg gewesen und zum anderen hätte uns das so viel Zeit gekostet, dass wir erst gegen 3 oder 4 Uhr in der Nacht angekommen wären. Also haben wir unseren Plan geändert und beschlossen, nach Windhoek zu fahren, wo wir um 23 Uhr, nach 12 Stunden (anstatt ca. 8-9 Stunden) müde und erschöpft angekommen sind.

Am Freitag haben wir die Angebote des „Black Friday“ genutzt und sind in zwei Malls in Windhoek ein bisschen shoppen gegangen. Den Abend haben wir in einer deutschen Bar ausklingen lassen, was auf der einen Seite echt nett war, aber auf der anderen Seit auch sehr komisch. Die ganze Zeit ist deutscher Schlager gelaufen und es waren fast ausschließlich weiße Menschen, von denen viele deutsch gesprochen haben, dort. Da wir in Eenhana so gut wie die einzigen Weißen sind, ist das schon ungewohnt.

Am Samstag war ein wirklich erlebnisreicher Tag. Franzi (Freiwillige aus Windhoek) spielt hier in Namibia in der ersten Liga Fußball. Dadurch hatte sie die Chance, bei einem Freundschaftsspiel der U20 Frauen Nationalmannschaft Namibias gegen die U23 Frauen Nationalmannschaft Namibias als 2. Torspielerin zu spielen. Das Spiel fand in einem Stadion in Katatura, Windhoek statt. Unsere Eintrittskarte hat 22 Nam-Dollar, also umgerechnet 1,40€ gekostet. In diesem Preis inbegriffen waren nicht nur ein T-Shirt und der Eintritt für Franzis Spiel, sondern auch noch ein weiteres Spiel: Ghana – Namibia. Das war eindeutig das Highlight! Zum einem war das mein erstes Länderspiel im Stadion, zum anderen war der Präsident Namibias anwesend, der die Spieler (unter anderem auch Jerome Boatengs Bruder Kevin-Prince Boateng) begrüßt hat. Außerdem sind vor, zwischen und nach den Spielen verschiedene Künstler aufgetreten. Dabei war auch Gazza, einer der erfolgreichsten namibischen Musikern, der nicht nur in fast jedem afrikanischem Land, sondern auch außerhalb Afrikas schon live aufgetreten ist.

Die Stimmung im Stadion war super, und wurde noch besser, als Namibia nach dem Elf-Meter-Schießen gegen Ghana gewonnen hat.

Romy und ich

Leider habe ich kein Foto vom vollen Stadion gemacht.

von rechts: Lionel (ein Freund von Romy), Romy (Walvis Bay), Moritz (Windhoek), ich

Heute (Sonntag, 25.11.2018) waren wir in der Früh zusammen mit einem Lehrerkollegen und seiner Familie von Moritz und Franzi in der Kirche. Ich hatte mir die Messe etwas lebendiger vorgestellt, weil ich schon manche Gottesdienste von außen ein bisschen mitbekommen habe, bei denen viel gesungen wurde oder die mit Chören aktiv gestaltet wurden, gesungen wurde. In der Kirche wo wir waren, gab es leider keine Band oder Chöre. Ich habe es aber genossen, mal wieder in die Kirche zu gehen und das war definitiv nicht mein letztes Mal.

Direkt danach sind wir mit dem Taxi zu der Stelle gefahren, an der die Shuttles in den Norden abfahren. Doch warum auch immer, hatten wir dieses Wochenende überhaupt kein Glück. Wir mussten 3,5 Stunden (!) warten, bis es voll war, also alle Plätze belegt waren und wir losfahren konnten.

Jetzt sitze ich gerade im Shuttle auf dem Weg nach Hause und schreibe den Blogeintrag, der heute sogar mal pünktlich kommt. Da wir nun mit ziemlich großer Sicherheit viel zu spät in Ondangwa ankommen, werden von dort aus keine Taxen mehr nach Eenhana fahren, weshalb wir wahrscheinlich weiter nach Ongwediva zu Lena und DIngane fahren müssen, um dort zu schlafen.

Das heißt wiederrum morgen (Montag) ganz früh aufstehen, um vor Schulbeginn (etwa 1,5 Stunden) nach Eenhana zu fahren.

Bis bald ❤

Maike

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